Animation: “Never Hide”

von Zoë Rachel Schütte | Wissenschaftliches Arbeiten ist nicht objektiv. Als Produzentin von Wissen fließt meine Sozialisierung in das Produkt mit ein. Sich dessen bewusst zu sein und aktiv darauf hinzuweisen, ermöglicht die Hinterfragung postkolonialer Machtstrukturen. Das Projekt „Never Hide“ thematisiert in Form einer Animation den Konflikt zwischen Möglichkeiten und Grenzen bei dem Versuch der Vermeidung von Reproduktion jeglicher Machtverhältnisse. Angefangen bei einem Ungleichgewicht in der Wahrnehmung der Wissensproduktion, die der westlich-akademischen Literatur einen höheren Wert zuzusprechen scheint, versteht sich die Auswahl der Form und Umsetzung des Projektes bereits als kritischer Gegenentwurf. Die Projektbeschreibung befasst sich mit dem Entstehungszusammenhang und -prozess, Verbindungen zu theoretischen Überlegungen postkolonialer Diskursanalyse von Gayatri Chakravarty Spivak sowie einer Interpretation der Animation und ihrer Aussagekraft.